BERGGASTHAUS HERMINE
MADAU 1.308m
LECHTAL / TIROL

Winterpause bis Pfingsten 2017
Den Sommer Deines Lebens
Gibt´s nur in Madau

Traumpfade - Der Lechweg
28. März 2016 | 19:00h
Bayerischer Rundfunk

Willkommen in Madau

Wir sind anders

Wir haben kein Hallenbad, kein Squashcenter und auch keinen Golfplatz, aber dafür Natur pur. Sie sehen schon, hier wird Ihnen der Urlaub nicht gemacht, Sie können ihn noch selbst gestalten. Madau liegt etwa 7 km vom Talort Bach entfernt in einem schönen Seitental des Lechtals und ist mit einer bequemen Wanderung von 2 Stunden, mit dem Fahrrad in 30 Minuten oder mittels einer eigenen Bus-Linie bequem zu erreichen. Madau gehört aus historischen Gründen zur Gemeinde Zams, die sich kurioserweise im Inntal befindet.

Wir sind natürlich

Wir werden durch eine eigene, ständig kontrollierte Gebirgsquelle mit frischem Quellwasser versorgt, der Müll wird selbsverständlich getrennt gesammelt und der Strom kommt vom hauseigenen Wasserkraftwerk, womit wir den Energiebedarf von ganz Madau abdecken. In der Saxerwand, gleich über Madau, hob im Jahre 1863 die "Adleranni" den Adlerhorst aus, welche später durch den Film als "Geierwally" bekannt wurde. Die Ursprünglichkeit und Unberührtheit dieser farbenprächtigen Bergwelt ist auch heute noch in wunderbarer Weise erhalten geblieben.

Wir sind Madau

Madau liegt auf 1.308 m direkt am hochalpinen Teilstück des europäischen Fernwanderweges E5 Bodensee-Adria und bietet Ruhe und Erholung für den anstrengenden Weiterweg. Madau war einst eine stolze Bergsiedlung in den Lechtaler Alpen, das im 18. Jahrhundert noch ca. 60 Einwohner zählte, und heute der Wirt als einziger Einwohner gemeldet ist. Umso mehr zählt heute Madau als Erholungsort wie sie ihn kaum anderswo finden. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt.

Wir haben Winterpause

vom 4. Oktober 2016 bis Pfingsten 2017
Ruhetag: Mittwochs bis 17:00h



Aktuell gibt es keine Bekanntmachungen.


Madau - Berggasthaus Hermine

Paradiesische Geschichten


Eine der ersten urkundlichen Erwähnungen von Madau lässt sich bis ins Jahr 1500 zurückverfolgen. Damals schrieb Kaiser Maximilian I. folgende Sätze über das Schmuckstück der Lechtaler Alpen in sein Gjaidbuch [Jagdbuch]:
"Dasselb pirg Madawn [Madau] ligt über Zamer-pirg und stösst abentshalben an Gembsgjaid Griestal [Grießltal]. Da find man auch stainpöckh [Steinböcke] und wol gembsen [Gemsen]. Und daselb wild hetzt man am Seekogl [Seekogel]. Daz ist auch ein guts lustigs gembs- und stainwildgjaid für ein Landesfürsten. Daz gjaid muess man im Lechtal vor dem dorf Sälbiginalb [Elbigenalp] aus bejagen und und zu herberg sein."

Die ursprüngliche Besiedelung von Madau erfolgte ca. 200 Jahre später nicht etwa aus dem nur etwa 8 km entfernten Lechtal sondern aus dem weit entfernten Zams im Inntal, zu welchem Madau auch heute noch offiziell gehört. Erst seit 1966 führt ein schmaler und teilweise recht steiler (bis zu 22% Steigung), ungesicherter Fahrweg (für den normalen Verkehr gesperrt!) aus dem im Lechtal gelegenen Bach nach Madau.
Damals jedoch musste die Bevölkerung von Madau alle Güter und auch die Toten beschwerlich durch das steile Röttal empor zum 2.500m hohe Leiterjöchel und auf der Inntal Seite durch das lange Zammer Loch transportieren, was unter normalen Bedingungen einer Gehzeit von ca. 9 Stunden entspricht.

1735 wurde Madau sogar eine eigene Pfarrei, wovon auch heute noch die kleine Kapelle am Ortsschild zeugt. Erst 1786 wurde auch der Talort Bach im Lechtal eine Pfarrei womit unschwer zu erkennen ist, daß die Besiedelung des Lechtals aus dem Inntal über die Seitentäler geschah. Heute gibt es außer einigen für Sommerfrischler ausgebauten Heu- und JagdHütten lediglich noch ein ständig bewohntes Haus in Madau und nur einen angemeldeten Einwohner: Das Berggasthaus Hermine mit seinem "einsamen" Wirt, Klaus Frey.


Unser Hausberg

DER GROßSTEIN

Der Großstein ist mit seinen 2.632 Metern der höchste Berg der Torspitz-Gruppe. Der Aufstieg zum Gipfel über den Nordgrat ist markiert und gut begeh- bzw. kletterbar.

Die Erstbesteigung geschah durch Engelmann und Uhde im Jahre 1906; im Zuge der Gipfelkreuzinstallation wurde der Weg neu markiert und etwas entschärft: zuerst Schwierigkeitsgrad I, dann kurz bis zum II. Grad; ca. 1 Stunde ab Einstieg SchafkarScharte (2.445m).

Die SchafkarScharte, zwischen SeebleskarSpitze (nordwestl.) und Großstein (südl.) ereicht man von Madau kommend über den mühsamen weil sehr steilen Mahdberg in 3-4 Stunden. Ab der Scharte auf dem schrofigen Nord-Kamm an den Fuß des steilen Gipfelaufbaus heran.

Mehr Infos zum Großstein auf gipfelsuechtig.de

DAS GIPFELKREUZ

Kommen wir nun zu der Geschichte über die Entstehung des Gipfelkreuzes auf dem Großstein, der inzwischen zum Hausberg von Madau geworden ist. Jeder, der schon mal einen der prächtigen Sonnenaufgänge auf dem Gipfel erlebt und den atemberaubenden Rundumblick vom Gipfel intensiv genossen hat, der weiß warum.

Irgendwann im Juli 1997 saßen einige Leute am Stammtisch in Madau und sprachen über den Großstein. Irgend jemand sagte zu mir, den Stock auf dem Gipfel hätte mein Vater Edgar Frey aufgestellt. Darauf hin versprach ich: "Wenn der Vater einen Stock auf dem Gipfel aufgestellt hat, dann stell' ich ein Kreuz auf."

Es saßen auch Gäste aus Bremen mit am Tisch und diese erklärten sich bereit, die Materialien zu besorgen und das Kreuz zu bauen. Gesagt - getan: Im Laufe des Winters 1997-1998 bauten Wilfried Kopmann und Manfred Nienaber in Klosterseelte auf 28 m Seehöhe in vielen Arbeitsstunden bei viel Schweiß dieses hoffentlich lang währende Kreuz.

Zum ersten Mal wurde es in Klosterseelte probeweise aufgestellt. Danach ging das Kreuz mittels einer Spedition bis nach Bach im Lechtal. Von dort erreichte es am 20.06.1998 Madau, wo es abermals aufstellt wurde. Nach eingehender Besichtigung vieler Fachleute und einheimischer Gutheißung wurde am 25.06.1998 von mir der Fuß, von Manfred Nienaber und Hannes Emmler das Seil bzw. die Gipfelbuchkassette auf den Berggipfel hochgetragen und am 05.07.1998 dann die endgültig restlichen Teile des Kreuzes.

DIE TRÄGER

Lutz Alois, Lutz Thomas, Erich Wolf, Breitenfelder Franz, Haider Hubert, Sprenger Heinrich, Kaufmann Günther, Wolf Martin, Wörz Gerhard, Kammerlander Franz und ich, Klaus Frey. Wir starteten um 06.30 Uhr oberhalb von Madau mit ca. 250 kg Material. Dann gingen wir bei schlechter Witterung in 3 Stunden 20 Minuten auf den Gipfel. Nach kurzer Brotzeit begann ein Teil der Mannschaft den Fuß einzubetonieren, die restlichen bauten das Kreuz zusammen. Glücklich über den zügigen Kreuztransport kehrten wir um ca. 13:30 Uhr nach Madau zurück, wo wir den Gipfelsieg kräftig feierten.

Am Sonntag, den 30.08.1998, kam dann der große Tag. Es gingen 65 Personen in Richtung Großstein, allen voran die Kreuzträger, welche vorab das Kreuz aufstellten und die Tafel montierten (hergestellt und gestaltet von Ginter Gottfried).

Pater Lenar aus Vorderhornbach bzw. Belgien (73 Jahre), vier Bläser der Musikkapelle Bach, (Martin Wolf, Lang Rudolf, Dengel Ernst, Anita Gmeiner) gestalteten die Kreuzeinweihung und aus allen Richtungen kamen Leute in Richtung Gipfel, aus Gramais z. B. kamen acht Personen unter der Führung von Bürgermeister Werner Fiedle. Ich war sehr gerührt und mein Herz machte einige Luftsprünge während der Feierlichkeit. Nur leichte Bedenken hatte ich beim Abstieg bis zur Scharte, aber es ging zum Glück alles gut. Außer Muskelkater sind mir keine Schäden bekannt, und so hoffe ich, daß auf dem Großstein niemand jemals in Not kommt und alle wieder gesund an Ihren Ausgangspunkt zurückkehren werden.

Zum Schluß möchte ich mich nochmals bei allen bedanken, die zum Erfolg der ganzen Aktion beigetragen haben.

Berg Heil!
Klaus Frey, Madau